Flashback mit Lars Thielecke am 17.11.2012

Mike Bohrer: "Lieber Lars, es ist Zeit, einen Blick auf das Junge-Helden-Camp und natürlich auf das Rahmenprogramm zurück zu werfen! Mit dem zeitlichen und räumlichen Abstand zu unserem Camp im Störitzland, freue ich mich auf deine Antworten!

Wie hat es dir persönlich gefallen? Welche Resonanz hast du seitens der THW-Jugendgruppen und unserer Gäste erhalten?"

Lars Thielecke: "Lieber Mike, herzlichen Dank für deine engagierte Berichterstattung, nicht nur zum Camp, sondern auch zu vielen anderen Events unserer Landesjugend. Unser Team hat eine hervorragende Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung des Junge-Helden-Camps geleistet. Gemeinsam mit über zehn Junghelfer_innen haben wir gezeigt, dass Großveranstaltungen nur mit Teamwork funktionieren und dass es keine Frage des Alters ist, etwas beizutragen. Unsere Gäste, unter ihnen auch der Bundesjugendleiter und Staatssekretärin Dr. Margaretha Sudhof, waren sehr angetan von der Veranstaltung und unserem Konzept."

Frage: "Wie umfangreich war die Vorbereitung auf das Camp? Woraus erwuchs überhaupt die Idee des Camp´s?"

Lars Thielecke: "Die Vorbereitungen für das Camp waren umfangreich. Federführend wurde dies von den beiden stellvertretenden Landesjugendleitern und den Mitarbeiterinnen der Landesgeschäftsstelle durchgeführt. Auch unser Arbeitskreis Leistungsabzeichen war bei der Vorbereitung sehr gefragt. Dabei wurden in regelmäßigen Telefonkonferenzen die Sachstände untereinander abgeglichen.

Die Idee zum Camp war zum Einen, das Projekt "Junge Helden" in den Fokus zu rücken, aber auch mit intelligenter Werbung ein Interesse für das Leistungsabzeichen zu erzeugen. Dabei kommunizierten wir zwar, dass das Leistungsabzeichen im Rahmen eines Camps abgenommen werden würde, aber niemand verpflichtet war an der Abnahme teilzunehmen."

Frage: "Warum war es rückblickend ein geeigneter Anlass, im Junge-Helden-Camp zehnjähriges Bestehen der THW-Jugend BEBBST zu feiern?"

Lars Thielecke: "Wir sprechen gerne von der THW-Familie und auch im Kreis der Jugendgruppen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt fühlt es sich genau so an. Wir wollten gemeinsam zusammenkommen und feiern, ohne, dass anschließend der Stress mit der Rückreise am gleichen Abend die Laune trübt. Also entschlossen wir uns zu einem völlig neuen Schritt für die THW-Jugend: Junghelfer_innen organisieren für Junghelfer_innen die Geburtstagsfeier! Somit bot sich die Kombination mit unserem Camp an, wo das Prinzip des „spielend Helfen lernen“ in vielerlei Hinsicht umgesetzt werden konnte."

Frage: "War das Junge-Helden-Camp das Highlight von "Zusammenhalt durch Teilhabe" der THW-Jugend BEBBST? Was können die Jugendlichen in den nächsten zwölf Monaten von der THW?Jugend BEBBST überhaupt erwarten?"

Lars Thielecke: "Es war in diesem Jahr sicherlich ein Höhepunkt, für viele Junghelfer_innen aber nicht der Einzige: Die beiden Seminare im ersten Halbjahr, das Jugendsprecherforum oder das Bundesjugendlager in Landshut waren ebenso wichtige Höhepunkte in diesem Jahr.

Im kommenden Jahr werden wir gemeinsam das V. Landesjugendlager organisieren und uns als THW-Familie in Frankfurt (Oder) am Helenesee treffen. In gewisser Weise eine Reise zurück zu den Wurzeln dieser Landesjugend, denn dort war das erste gemeinsame Landesjugendlager der drei Bundesländer nach der Fusion."

Frage: "Wie zufrieden zeigst Du dich mit der ersten Abnahme des bronzenen Leistungsabzeichens in BEBBST?

Lars Thielecke: "Die Arbeitsgruppe, die Prüfer_innen und die unterstützenden Einheiten aus den beteiligten Ortsverbänden haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Für unsere Gäste, vor allem dem Bundesjugendleiter Michael Becker, dem stellvertretenden Landesbeauftragten Ulrich Sodemann und die Staatssekretärin im Berliner Finanzsenat Dr. Margaretha Sudhof war es eine große Freude mit mir gemeinsam, glücklichen und stolzen Junghelfer_innen ihr verdientes Abzeichen anzuheften."

Frage: "Warum sollte jede Junghelferin und jeder Junghelfer ein LAZ erwerben wollen?"

Lars Thielecke: "Das Leistungsabzeichen zeigt für die/den Junghelfer_in, aber auch für alle anderen, dass unser Grundsatz „spielend Helfen lernen“ auch gelebt wird. Es ist eine Bestätigung für das eigene Wissen im technischen und sozialen Bereich. Zurecht tragen es viele der diesjährigen Absolventen mit Stolz."

Frage: "Konkurriert das LAZ bereits jetzt mit den bundesweiten Jugendwettkämpfen? Worin unterscheiden sich beide Aktivitäten?"

Lars Thielecke: "Das Leistungsabzeichen ist keine Konkurrenz zu den Wettkämpfen, sondern eine gelungene Kombination. Hier kann jede/jeder Jungehelfer_in zeigen, dass sich die inhaltliche Beschäftigung ausgezahlt hat und der Weg für den späteren Übertritt als aktive/r Helfer_in beschritten wird. Die Prüfungssituation bereitet Schritt für Schritt auf die Prüfung der Grundausbildung, aber auch auf viele Prüfungen des späteren Einsatzlebens vor. Hier dockt die Idee der Wettkämpfe an und fordert technisches und soziales Können des Einzelnen als Teil des Teams. Ein Wettkampf mit einer komplexen Aufgabenstellung dokumentiert den derzeitigen Können-Stand eines Teams, ähnlich wie es später Übungen tun. Um hier zu bestehen, muss jedes Teammitglied sein „Handwerkszeug“ beherrschen. Ein gutes Gefühl für all diejenigen, die es vorher im LAZ gezeigt haben."