Partizipationsstufe: Mitwirkung

Die Junghelfer_innen nehmen nicht nur teil, sondern haben auch die Möglichkeit, ihren Willen und ihre Meinung bei der Ideen- und Lösungsfindung zu äußern und einzubringen, ohne jedoch eine Entscheidungskompetenz zu besitzen.

Es kommt dabei zu einem Ideenaustausch, bei dem sich der beste Gedanke durchsetzen sollte. Der/die Jugendbetreuer_in oder –leiter_in sollte Entscheidungen – vor allem, wenn diese dem Vorschläge der Jugendlichen entgegenstehen - begründen. Die Jugendlichen sollen die Entscheidungen nachvollziehen können, damit Enttäuschungen vorgebeugt werden, die wiederrum einer Mitwirkung entgegenwirken könnten.

Beispiele

1) Organisation eines Schwimmbadbesuchs 

Bei der Organisation können Junghelfer_innen Wünsche über den Schwimmbadbesuch äußern (z.B.: der Besuch soll vormittags, nicht nachmittags stattfinden). Diese müssen von dem/der Organisator_in (Jugendbetreuer_in oder Jugendleiter_in) nicht erfüllt werden, werden aber mit offenem Ohr angehört.

2) weiteres Beispiel

Der/die Jugendsprecher_in steht dem/der Jugendbetreuer_in und dem/der Jugendleiter_in als Vertreter_in der Jugendgruppe beratend zur Seite. Die Entscheidung kann jedoch der/die Jugendbetreuer_in bzw. der/die Jugendbetreuer_in alleine treffen.

3) Jugendraum

Bei der Gestaltung/Instandhaltung des Jugendraums werden die Junghelfer_innen nach ihren Wünschen gefragt. Der/die Jugendbetreuer_in bzw. –leiter_in muss jedoch nicht auf die Wünsche eingehen, da beispielsweise zu wenig Geld zur Verfügung steht.

Indikatorfragen

Was muss erfüllt sein, um diese Partizipationsstufe zu erreichen?

  • Wird den Junghelfer_innen die Möglichkeit geboten, innerhalb des Entscheidungsprozesses ihre Meinung kund zu tun?
  • Gibt es Diskussionsrunden vor Entscheidungen, die getroffen werden?
  • Gibt es regelmäßig Treffen, bei denen Junghelfer_innen die Möglichkeit haben, ihren Willen und ihre Standpunkte zu äußern und dabei von den Entscheidern angehört werden?
  • Haben die Junghelfer_innen die Möglichkeit, gegen Entscheidungen, die ihnen nicht gefallen, das Wort zu ergreifen?
  • Finden konstruktive Debatten und Diskussionen, in denen Argumente und unterschiedliche Auffassungen ausgetauscht werden, statt?

Methode(n) um die Partizipation der Jugendgruppe zu fördern

Erläuterung:

Der/die Jugendleiter_in und –betreuer_in muss den Junghelfer_innen, um Mitwirkung zu gewährleisten, Entscheidungsprozesse offen legen. Ein Entscheidungsprozess besteht aus mehreren Phasen. Sowohl in der Ideenfindungsphase als auch in der Argumentationsphase sollten die Jugendlichen miteingebunden werden. Dabei sollten ihnen zunächst Informationen vermittelt werden, auf deren Grundlage sie sich ihre Meinungen bilden können. Daraufhin sollen sie ihre gebildeten Meinungen ausdrücken und miteinander in der Gruppe austauschen. Das fällt nicht jedem Jugendlichen leicht. Daher ist es die Aufgabe des Jugendbetreueres bzw. –leiters und der Jugendbetreuerin bzw. –leiterin sie spielerisch durch diverse Methoden an eine demokratische Kultur der Willensbildung und Willensäußerung heranzuführen. 

Methoden: 

  • „Das Tokensystem“ (Seite...)
  • „Brainstorming“ (Seite...)
  • „6-3-5-Methode“ (Seite...)
  • „Mind-Maps“ (Seite..)